Fallbeispiele - Protac Produkte

Neurologische Erkrankungen – MyFit

Ein paar Beispiele:

  • Eine 45-jährige von Apoplexie betroffene Frau mit Lähmung der linken Seite:
    «Es ist viel leichter, den linken Fuss ohne umzuknicken auf den Boden zu setzen, was sonst immer geschieht. Das liegt sicher daran, dass meine Spastizität positiv beeinflusst wird. Ich kann meinen Körper viel besser spüren, wenn ich im Sitzen arbeite. Es ist, als würde mir geholfen, gerade zu sitzen. Die Weste zu tragen, ist ein gutes Krafttraining für mich und sie ist angenehm, wenn man sich erstmal an sie gewöhnt hat.»

  • Eine 33-jährige von Apoplexie betroffene Frau mit Lähmung der linken Seite:
    «Anfangs fühlt es sich merkwürdig an aber nach kurzer Zeit, ist es angenehm, sie zu tragen. Ich kann meine linke Seite viel besser spüren, auf die ich nicht immer so achte, weil meine Wahrnehmung herabgesetzt ist. Ich habe den Eindruck, gerader zu gehen, und sie hilft mir geerdet zu bleiben.»

  • Der Physiotherapeut bei einer 23-jährigen Frau mit frontaler Hirnverletzung und kognitiven Störungen:
    «Die Person ist konzentrierter in ihren Gedanken, wodurch sich ihre Kommunikationsfähigkeit verbessert – wir möchten die Weste wirklich gern über längere Zeit ausprobieren.»

  • Das Personal bei einem 60-jährigen hirngeschädigten Mann:
    «Er ist motorisch sehr unruhig, kann kaum still sitzen und seine Hände und Füssen zittern. Ausserdem ist er häufig gereizt, laut und manchmal auch angriffslustig. Seitdem er die Weste trägt, hat sich sein Verhalten markant geändert. Man zieht ihm die Weste morgens an, weil er zu diesem Zeitpunkt sehr gereizt ist. Es vergeht nur eine Viertelstunde, und er ist weniger zornig, zittert weniger und kann sich ruhig hinsetzen. Er trägt die Weste den ganzen Tag, da er ohne sie unruhig wird. Er sagt, die Weste ist angenehm zu tragen. Es ist schön für die Umgebung zu erleben, wie viel Wohlbefinden und Ruhe sie unseren Bewohnern bringt.»

  • Der Ergotherapeut bei einer 59-jährigen Frau mit schweren Folgen einer Gehirnblutung und einem vorausgegangenen Alkoholmissbrauch:
    «Die Frau ist oft aufbrausend und hat starke Wutanfälle, wenn sie mit ihren Schwierigkeiten konfrontiert wird. Es fällt ihr auch schwer, sich in sozialen Zusammen-hängen zu bewegen. Sie hat stark herabgesetzte Ressourcen in Bezug auf Lernfähigkeit, Gedächtnis, Konzentration und Übersicht. Ausserdem hat sie schwere Sehprobleme, eine herabgesetzte Körperwahrnehmung und Aphasie. Die Weste wurde 20-40 Minuten lang bei stehenden, gehenden und sitzenden Aktivitäten benutzt. Durch die Weste konnte die Frau den Aktivitäten länger folgen und oft war die Konzentration auf die Aufgabe besser und länger anhaltend, als ohne Weste. Bei Aktivitäten im Stehen oder gehen war die posturalen Kontrolle (Gleichgewicht) besser und die Schrittlänge wurde erhöht. Sie hatte einen weniger schleppenden Gang, konnte den Kopf aufrechter halten und hatte eine markant tiefere Atmung. Die Frau drückte selbst ihr Wohlbefinden aus, wenn sie die Weste trug. Die Wutausbrüche der Frau wurden weniger, und sie benötigte nicht mehr so viel Unterstützung vom Personal in sozialen Beziehungen.»

  • Der Physiotherapeut und das Pflegepersonal bei einem 39-jährigen Mann mit schweren Folgen einer Gehirnblutung:
    «Die Weste wurde ausprobiert, um eine Anregung der Körperwahrnehmung und bessere Körpersymmetrie zu erreichen, vor allem im Hinblick auf die Einbeziehung der beeinträchtigten rechten Körperseite. Oft hebt er den Arm und das Bein an, weil er diese Seite kaum spürt. Die Weste wird beim Essen benutzt. Man zieht sie ihm eine halbe Stunde vor dem Essen an und er trägt sie dann 1-2 Stunden nach dem Essen. Er bringt selbst zum Ausdruck, dass er sie gern trägt. Er untersucht die Kugeln in der Weste mit dem rechten Arm, wodurch dieser eine natürlichere Haltung bekommt. Auch die Tendenz, das rechte Bein anzuheben, wird gemindert, wenn er die Weste trägt.»

  • Der Therapeut einer Rehabilitationseinrichtung bei einem 58-jährigen Mann mit Frontalhirnverletzung:
    «Der Mann hatte eine starke intrazerebrale Blutung (im Inneren des Gehirns) was zu schweren Gleich-gewichts-und Sehstörungen geführt hat, wobei er diese Probleme selbst nicht erkannte. Motorisch ist er nicht betroffen, was bedeutet, dass er aufsteht, ohne sich im Klaren darüber zu sein, dass er hinfällt.“ Dieser Mann er wurde ins Rehabilitationszentrum verlegt, mit dem Ziel, dass er wieder in seine eigene Wohnung zurückkehren kann. Am Anfang mussten ihn zwei Betreuer mit einem Gehgurt stützen, damit er nicht fällt. Ihm zu helfen ist aber recht schwierig, da er fast zwei Meter gross ist. Durch die Benutzung der MyFit-Weste während des Gehtrainings wurde das Gleichgewicht erheblich verbessert, die Bewegungsabläufe flüssiger und seine Haltung aufrechter. Das Personal hat ausserdem bemerkt, dass er ruhiger wurde und nicht wie früher spontan aufstand. So gab es weniger Sturzunfälle. In den vier Monaten, die die Rehabilitierung andauerte, wurde die MyFit-Weste beim täglichen Gehtraining benutzt sowie bei der Teilnahme an Aktivitäten, bei denen er sitzen und sich konzentrieren musste. Bei der Entlassung konnte er ohne Hilfe mit einem Rollator gehen und in seine eigene Wohnung zurückkehren. Die MyFit-Weste wurde bei ihm benutzt, um die propriozeptive Wahrnehmung zu fördern, sodass die Vestibularfunktion verbessert werden konnte.»

Parkinson

  • Ein 73-jähriger Mann mit Parkinson:
    «Ich benutze die Weste im Laufe des Tages, wenn ich Klavier spiele, mit der Hand schreibe und praktische Dinge im Haus tue. Die Weste vermittelt ein Gefühl der inneren Ruhe während all dieser Aktivitäten und verleiht mir den Eindruck, dass ich sie besser bewältigen kann. Sie gibt mir Sicherheit, einer aufrechteren Haltung und meine Atmung ist tiefer.»

Multiple Sklerose

  • Das Pflegepersonal bei einer 32-jährigen Frau mit Multiple Sklerose und Alkoholmissbrauch:
    «Die Frau war rastlos, leicht ablenkbar, hatte Schlafstörungen und klagte über diffuse Schmerzen in den Hüften und im Rücken, ausserdem hatte sie eine leichte Ataxie (ungleichmässige Muskelspannungen) im linken Arm. Sie vermied gern Situationen mit vielen Menschen, da sie sich dann unwohl fühlte. Während des Rehabilitierungsaufenthalts trank die Frau keinen Alkohol und hatte daher Abstinenz. Ihren Alkoholverbrauch wollte sie vorerst nicht ändern. Die Frau hat die Weste 3½ Wochen benutzt. Sie wurde merkbar ruhiger und konnte sich länger konzentrieren, wenn sie an Aktivitäten teilnahm, wie z. B. Korbflechten. Ohne die Weste sprach sie sehr laut, war motorisch unruhig und störte die anderen Teilnehmer. Nachdem sie die Weste trug, bemerkten auch die anderen Bewohner, dass sie viel ruhiger war und nicht mehr so viel Aufmerksamkeit erforderte.»
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